Hier seh'n wir ein blondes Mädchen,
und wir sehen einen Knaben!
Trude heißt die ranke Schlanke -
„Dürr!“ so hört man Xander sagen.
Und der Grund ist, er ist runder
- nur rund einen Meter misst er -
aber das ist ja kein Wunder!
Trude, frech, meint: „Meistens isst er!“
Nun, erraten, stimmt,
die beiden sind
quasi BILDERBUCHGESCHWISTER.
2, 1, 5, und 4, 3, 7,
durcheinander Kraut und Rüben
liegen, fliegen
quer und kreuz,
kreuz und quer!
Xander, Trudel,
Kuddel, Muddel
freut's
immer mehr!
Und sie wüten wie ein Heer!
Und die Kugel, die ist eckig,
und der Pudel, der ist fleckig,
und das Schweindl, das ist dreckig,
und das Zebra?
Statt gestreift - wie ist es? -
scheckig!
Und der Lutscher, der ist schleckig,
und die Dose, die ist keksig,
und die Farbe, die ist klecksig
auf der Hose, wenn man wegsieht,
so wie Xander,
dieser Fratz, der nur patzt,
und im Malen nicht den Zweck sieht.
„Trödel nicht, Trudel,
wir bereiten einen Strudel!“
Und wer hilft? Natürlich Kuddel,
dieser rechts, und links hilft Muddel!
Die Begeisterung ist groß,
das Rezept ist nebulos:
Mandelsplitter, Knabbergitter,
Schokolade, süß? Nein, bitter!
Eierschalen, alte Nüsse,
Zucker, Wasser und Melasse
wirft und schmiert man in die Masse,
Butterflocken, feuchte Socken -
Unsinn! Unsinn! Erdnusslocken!
War das etwa Knoblauchbutter?
Weg! - Das ist das Katzenfutter!
Silber, Braun, Aquamarin,
Gold und Rosa, Rot und Grün!
Trude liebt es sehr zu malen!
Bunte Kreise und Spiralen
zieren ihr Gesicht,
und im Licht
sieht man Ringelschleifen,
Linien und Kringelstreifen,
Punkte, Flecken
- rund mit Ecken! -
ein Gespränkel wie ein Ausschlag
- hach, was ist das für ein Traumtag!
Schaut sie jetzt aus wie die Mama,
mit dem farbigen Gesicht?
Nein, es ist vielmehr der Jammer:
Sie erkennt sich selber nicht!